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Grundlagen Schwierigkeit: Einsteiger

Erste Schritte mit einem netcup VPS

Vom bestellten Server zum einsatzbereiten System: SSH-Login, Updates, ein sudo-Benutzer und die wichtigsten Handgriffe für den Einstieg.

· 4 Min. Lesezeit ·Dauer: ca. 30 Minuten
Inhaltsverzeichnis

Du hast deinen ersten netcup-Server bestellt – Glückwunsch! Bevor wir die Küche einheizen, richten wir das System sauber ein.

Was bauen wir?

Am Ende dieses Tutorials läuft auf deinem VPS ein aktuelles Debian 13 mit allen Sicherheitsupdates, und du arbeitest mit einem eigenen Benutzer mit sudo-Rechten statt dauerhaft als root. Das ist die Grundlage für alle weiteren Rezepte in der Serverküche – vom SSH-Härten bis zur ersten Anwendung.

Tipp

Alle Befehle sind für Debian 13 geschrieben. Auf Ubuntu funktionieren sie nahezu identisch.

Voraussetzungen

  • Ein bestellter netcup-Server mit Zugangsdaten aus dem Kundenkonto
  • Ein Terminal auf deinem Rechner (Linux/macOS) oder ein SSH-Client wie PuTTY (Windows)
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Schritt für Schritt

Schritt 1: Per SSH einloggen

Melde dich mit der IP-Adresse deines Servers als root an. Die IP und das Passwort findest du in den Zugangsdaten aus deinem Kundenkonto:

ssh root@DEINE_SERVER_IP

Beim allerersten Login fragt SSH, ob du dem Server vertrauen willst:

The authenticity of host 'DEINE_SERVER_IP' can't be established.
...
Are you sure you want to continue connecting (yes/no/[fingerprint])?

Antworte mit yes – dein Rechner merkt sich den Server ab jetzt. Danach landest du auf einem Prompt wie root@v12345:~#.

Schritt 2: System aktualisieren

Frisch ausgelieferte Images sind selten tagesaktuell. Hole deshalb als Erstes alle Updates – gerade Sicherheitsupdates sollten nie warten:

apt update && apt upgrade -y

apt update lädt die aktuellen Paketlisten, apt upgrade -y installiert alle verfügbaren Updates ohne Rückfrage.

Achtung

Starte den Server nach einem Kernel-Update neu (reboot), damit die Änderungen greifen. Ob ein Neustart nötig ist, siehst du an der Datei /var/run/reboot-required – existiert sie, steht ein Reboot an.

Schritt 3: Einen sudo-Benutzer anlegen

Arbeite nicht dauerhaft als root: Ein Tippfehler mit vollen Rechten kann das ganze System zerlegen, und ein eigener Benutzer ist die Voraussetzung, um den root-Login später komplett abzuschalten. Lege einen Benutzer an – wir nennen ihn hier koch, du kannst jeden Namen wählen:

adduser koch

Du wirst nach einem Passwort und ein paar optionalen Angaben gefragt (die Angaben kannst du mit Enter überspringen). Danach bekommt der Benutzer sudo-Rechte:

usermod -aG sudo koch

Schritt 4: Den neuen Benutzer testen

Prüfe in einer neuen Terminal-Sitzung (die root-Sitzung offen lassen!), dass Login und sudo funktionieren:

ssh koch@DEINE_SERVER_IP
sudo whoami

Nach Eingabe deines Passworts sollte sudo whoami die Ausgabe root liefern. Ab jetzt arbeitest du mit diesem Benutzer weiter.

Wenn es nicht funktioniert

Symptom: ssh: connect to host … port 22: Connection timed out

Ursache & Lösung: Meist ist die IP falsch abgetippt oder der Server noch nicht fertig provisioniert. Prüfe die IP in deinem Kundenkonto und ob der Server dort als „online" angezeigt wird. Warte nach der Bestellung ein paar Minuten.

Symptom: Permission denied, please try again beim root-Login

Ursache & Lösung: Falsches Passwort – oft ein Copy-Paste-Problem mit unsichtbaren Leerzeichen am Ende oder ein abweichendes Tastaturlayout. Kopiere das Passwort ohne umgebende Leerzeichen direkt aus den Zugangsdaten.

Symptom: WARNING: REMOTE HOST IDENTIFICATION HAS CHANGED!

Ursache & Lösung: Der Server wurde neu installiert und hat einen neuen Host-Key – SSH schlägt zu Recht Alarm. Wenn du selbst neu installiert hast, entferne den alten Eintrag mit ssh-keygen -R DEINE_SERVER_IP und verbinde neu. Hast du nicht neu installiert, geh der Sache nach, bevor du dich verbindest.

Symptom: sudo: command not found als neuer Benutzer

Ursache & Lösung: Auf Minimal-Images fehlt das Paket manchmal. Als root nachinstallieren: apt install sudo. Danach prüfen, dass der Benutzer in der Gruppe ist: groups koch muss sudo enthalten – sonst Schritt 3 wiederholen und einmal ab- und wieder anmelden.

Wartung & Backups

  • Updates: sudo apt update && sudo apt upgrade solltest du mindestens wöchentlich einplanen – oder du automatisierst Sicherheitsupdates mit unattended-upgrades (eigenes Tutorial folgt).
  • Snapshots: Lege im netcup Server Control Panel (SCP) vor größeren Änderungen einen Snapshot an. Das ist dein Rettungsanker, solange du noch keine richtige Backup-Strategie hast – ein Snapshot ersetzt aber kein Backup außerhalb des Servers.
  • Zugangsdaten: Bewahre das root-Passwort sicher auf (Passwortmanager). Über die VNC-Konsole im SCP kommst du auch dann noch an den Server, wenn SSH klemmt.

Beides findest du in der Server-Übersicht des SCP: Die VNC-Konsole liegt unter dem Reiter „Bildschirm", das verbleibende Snapshot-Kontingent zeigt der Status-Block.

Die Server-Übersicht im netcup Server Control Panel: Reiter u. a. „Bildschirm" (VNC-Konsole), Status mit Snapshot-Kontingent und die Hardware-Ausstattung

Zuletzt aktualisiert: 15.07.2026

Feedback per E-Mail: feedback@serverkueche.de

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